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Ist Nathan der Weise noch aktuell?

Ich habe im Internet einen Artikel vom 8. November.2020, der Zeitung „Die Zeit“ gefunden, der heißt „Wir müssen über den Islamismus reden“. In diesem Artikel geht es um die islamistischen Terroranschläge in Wien, Nizza, Paris und Dresden. Mit den Punkten 1, 3 und 5 die unter den grundlegenden Punkten, die am Anfang des Artikels aufgeführt sind, genannt sind, kann man einen Bezug zum Drama herstellen. Bei Punkt eins, sagt der Autor: „Wir ermorden keine Menschen. Nie. Unter keinen Umständen. Keine Religion, keine Ideologie, kein Gott, kein Prophet, kein heiliges Buch gibt das Recht zu töten. Punkt“. Diese Aussage kann man mit der Aussage Nathans in Vers 1310 vergleichen, indem er sagt: „Sind Christ und Jude eher Christ und Jude, als Mensch“. Beide wollen mit ihrer Aussage klar machen, dass für alle Religionen die gleichen grundlegenden Regeln lauten, da alle Menschen sind und das an erste Stelle steht. Ein weiterer Bezug zu Nathan der Weise ist bei dem dritten Punkt, als der Autor schreibt: „… die religiösen Gefühle von anderen Menschen zu respektieren, jedenfalls nicht zu verletzen, selbst wenn man das, was diese Menschen glauben, für den größten Blödsinn hält.“, denn das kann man mit dem Rat des Richters in der Ringparabel (Vgl. V. 2033: „So glaube jeder sicher seinen Ring den echten“) vergleichen. In beiden wird gesagt, dass es reicht wenn jeder sich selber in die Gewissheit bringen kann, dass er Recht hat und die Meinung anderer respektieren soll. Beim fünften Punkt wurden Andeutungen auf die Aufklärung gemacht und dass jeder glauben darf, was er will und für richtig hält, diese Aussage kann man auf das gesamte Drama beziehen. Daraus kann man schließen, dass das Drama noch sehr aktuell ist, auch aus andere Beispiele bezogen.

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